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Projektinnovation

Um den gesellschaftlichen Herausforderungen durch den demographischen Wandel innovativ begegnen zu können, kann das Regionale Innovationsnetzwerk Gesundes Altern (RIN Gesundes Altern) auf ein breites Netzwerk fachlicher Expertise zurückgreifen. Darauf aufbauend steht das Projektteam seinen Partnern bei der Entwicklung, Begleitung und Implementierung innovativer Projektvorhaben beiseite.
Orientiert an den Leitthemen des RIN Gesundes Altern sowie der Idee eines „Living Lab“ folgend, verschiedene Akteursgruppen bzw. Versorgungssegmente zur Gestaltung nachhaltiger Lösungen in realen Kontexten zusammenzubringen, ist das RIN Gesundes Altern unter anderem an folgenden Vorhaben kooperativ beteiligt:

 

Intersektoral vernetzte Betreuung Pflegebedürftiger im Oberbergischen Kreis: OBK_FAIRsorgt
Antrag beim Innovationsfonds des G-BA eingereicht

Das HRCB Projekt GmbH hat sich, unterstützt durch das Regionale Innovationsnetzwerk (RIN) „Gesundes Altern“, gemeinsam mit dem Oberbergischen Kreis (OBK) nach Zustimmung der politischen Gremien als eine von 93 weiteren Antragstellern um Fördermittel aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) beworben. Der Fonds wird von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert und schüttet jährlich insgesamt 225 Mio. Euro für Projekte zur Weiterentwicklung von Versorgungsformen aus. Die Förderentscheidung wird für Herbst diesen Jahres erwartet.
Übergeordnetes Ziel des Projektantrages ist eine längere Lebenserwartung und verbesserte Lebensqualität der pflegebedürftigen SeniorInnen im Oberbergischen Kreis durch Sicherung der flächendeckenden ortsnahen medizinischen und pflegerischen Versorgung bei Vermeidung von Über-, Unter- und Fehlversorgung. Der OBK als ländliche Region sieht sich, vor dem Hintergrund der demografischen Situation und dem drohenden Fachkräftemangel für Medizin und Pflege, in absehbarer Zeit mit weiteren Lücken in der Versorgung konfrontiert, welche im Rahmen des Projektvorhabens adressiert werden.
Das RIN Gesundes Altern konnte hierbei insbesondere die Perspektive der patienten- und bedarfsorientierten Verbindung von Medizin und Pflege einbringen. Integrierte Versorgungsmodelle vor dem Hintergrund einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft, die immer stärker auch das Gesundheitswesen einbezieht, können hier nötige Lösungsansätze bieten.

Leitmarktwettbewerb LifeSciences.NRW - Der autonome Patient in der digitalen Gesellschaft  
Die Forschung und Entwicklung für innovative patienten- und anwenderorientierte Produkte und Dienstleistungen stand bei der Ausschreibung des Leitmarktwettbewerbs LifeSciences.NRW im Fokus. Gefordert waren Systeminnovationen, welche in ein gesellschaftliches und reales Umfeld eingebettet sind, und innerhalb von Netzwerken wesentlicher Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik (inter- und transdisziplinäres Forschungsumfeld) entwickelt werden. Das durch das RIN Gesundes Altern begleitete Vorhaben will vor diesem Hintergrund u.a. Optionen für verbesserte Kommunikation und Koordination innerhalb der gesundheitlichen und sozialen Betreuungsumgebung des Einzelnen liefern und basiert dabei auf dem Leitbild des selbstbestimmten Patienten in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft, die immer stärker auch das Gesundheitswesen einbezieht.

Auf dem Weg zu Patientenorientierten Zentren zur Primär- und Langzeitversorgung
Gemeinsam mit der Gemeinde Morsbach, Oberbergischer Südkreis, erstellte das RIN Gesundes Altern einen Projektantrag, welcher bei der Robert Bosch Stiftung: „supPORT - Auf dem Weg zu Patientenorientierten Zentren zur Primär- und Langzeitversorgung“ eingereicht wurde. Vor dem Hintergrund eines steigenden Anteils der älteren Bevölkerung und damit des Anteils multimorbider, pflegebedürftiger und chronisch Erkrankter hat das Versorgungsprojekt zum Ziel entlang regionaler Bedarfe die Prävention und kommunale Anbindung sowie die multiprofessionelle Zusammenarbeit zu fördern.

Digitale Plattformen: Interaktive Assistenzsysteme für den Menschen
Unterstützung eines Vorhabens und dessen Antragseinreichung für den Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) „Digitale Plattformen: Interaktive Assistenzsysteme für den Menschen“. Das Vorhaben setzt sich dabei unter anderem mit folgenden Themen auseinander: Vernetzung der einzelnen Sektoren des Versorgungssystems, Stärkung der interprofessionellen Kommunikation, Kommunikation zwischen Ärzten und Pflegern mit den Patienten sowie dem Mangel an Fachkräften für Medizin und Pflege in ländlicheren Regionen.

„Ausbildungsmodul - Digitalisierte Beziehungspflege im Alter“
Das Projekt „Ausbildungsmodul - Digitalisierte Beziehungspflege im Alter“ adressiert die Steigerung der Medienkompetenz bei Pflegeschülern sowie Senioren, um langfristig Digitalisierung auch als Innovationschance im Pflegeprozess einzubinden. Die frühe und  dauerhafte Einbeziehung aller relevanten Nutzer gewährleistet von Beginn an einen partizipativen und nachhaltigen Gestaltungsprozess.

„DUALIS: Daheim und nicht allein mit Versorgungssicherheit“
Die Intention des Projektes „DUALIS: Daheim und nicht allein mit Versorgungssicherheit“ (Kooperation über den gewi-Institut für Gesundheitswirtschaft e.V.) ist es, einen sozial-technischen Betreuungsdienst für alleinstehende und demenzerkrankte Menschen zu etablieren. Dabei gilt es, trotz aufkommenden Unterstützungsbedarfs im Alter, Selbstbestimmung und Individualität aufrecht zu erhalten und damit einen möglichst langen Verbleib in der eigenen Häuslichkeit zu gewährleisten.

Bewerbung beim europäischen Smart Ageing Prize 2018
Die europäische AAL (Ambient Assisted Living) Association rief zur Einreichung innovativer Ideen beim Smart Ageing Prize auf. Gesucht wurden die vielversprechendsten europäischen IKT-Lösungen, die ein aktives Altern unterstützen. Gemeinsam mit dem Hauspflegeverein Solingen und der m.Doc Gmbh hat das RIN Gesundes Altern die Entwicklung einer IT-Tabletanwendung eingereicht (aus dem DUALIS heraus), die das Ziel verfolgt die Teilnahme älterer Menschen an sozialen Aktivitäten zu fördern sowie ein Informationsangebot, abgestimmt auf das Quartier, anzubieten. Unter den Bewertungskriterien „Innovation, Co-creation, Market potential, Product and Impact” wählt nun eine Jury, die sich aus Branchenführern und Experten für Technologie, Design, Gesundheit und Alterung aus ganz Europa zusammen setzt, die Finalisten und Gewinner des Smart Ageing Prize aus.

 

Der Themenbereich „digital and mobile health“ spiegelt sich darüber hinaus in unterschiedlichen Projektvorhaben mit innovativen Gesundheitsakteuren national sowie international wider.

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